Eine erste visuelle Begegnung mit den sogenannten Höhlenmalereien, erfuhren die Schüler und Schülerinnen durch die Methode des Gallery Walks.
Gefesselt von der Traumreise und den faszinierenden Eindrücken der Abbildungen, aktivierten die Schüler und Schülerinnen im Anschluss ihr bereits vorhandenes Wissen über die Epoche der Steinzeit. Viele Fakten waren ihnen bereits aus dem Geschichtsunterricht bekannt. Besonders interessiert waren die Schüler und Schülerinnen an Fragen zur Malweise, Farbverwendung und Aufschlüsselung der Bildaussage der Höhlenmalereien.
Nach den jeweiligen Werkbetrachtungen ging es nun ans Eingemachte. Dabei stellte sich die Frage, wo denn Steinzeitkünstler Farben und Pinsel herbekamen? Die Schüler und Schülerinnen sind den Fragen auf den Grund gegangen und konnten diese schnell beantworten.
Dass man vor vielen Millionen Jahren nicht einfach in ein Geschäft gegangen ist, um sich dort Farben zu kaufen, sondern, dass es die Natur war, die alles hergab, was man benötigte, das verstanden die Schüler und Schülerinnen schnell. In Natur bedienten sich die Steinzeitkünstler. Farben stellten die Steinzeitmenschen selbst her.
So machten sich auch die Steinzeitkünstler der 5. Klassen draußen auf die Suche nach Naturmaterialien. Schnell wurden sie fündig und erforschten ihr Material. „Der Steinzeit-Farbkasten“ füllte sich von Zeit zu Zeit immer mehr. Doch wie bekommt man daraus Farbe? Womit könnte das Pulver vermischt werden? Überlegungen, die gemeinsam mit den Schülern und Schülerinnen angegangen werden.
Damit sich die Pigmente besser auftragen ließen, wurden sie mit dem Bindemittel Öl vermischt und anschließend von den Schülern und Schülerinnen auf den Untergrund mit ihren Fingern, Handflächen und zuvor gesammelten Steinen aufgetragen. Dieser Gestaltungsteil, das Schaffen mit den eigenen Händen, war für die Schüler und Schülerinnen der 5. Klasse eine neue Erfahrung und hat ihnen viel Freude bereitet. Der Fantasie und dem Experimentiergeist waren keine Grenzen gesetzt.
Am Ende wurden die Bilder präsentiert und der Entstehungsprozess reflektiert. Die wichtigste Erkenntnis war die Tatsache, dass aus einfachen Naturmaterialien echte Kunstwerke entstehen können. Die Ergebnisse der selbstgestalteten Steinzeitkunst sind den Schülern und Schülerinnen gut gelungen. Sie sehen nicht nur gut aus, sondern haben auch einen schönen Nebeneffekt: Sie riechen gut.